Karl von OertzenKarl von Oertzen
Regierungsreferendar, Rittmeister der Reserve, Landwirt
(*22.4.1855 in Dorow, Kreis Regenwalde, Hinterpommern,† 13.1.1907 in Dorow)

Karl von Oertzen war der zweite Sohn von Adolf von Oertzen (1825-1857), der 1852 das Gut Dorow erworben hatte, und seiner Frau Anna, geb. Gräfin von Reichenbach (1828-1904). Karl hatte noch zwei Brüder Victor (1854-1934) und Eberhard (1856-1908). Er war noch keine zwei Jahre alt, als sein Vater im Alter von 31 Jahren an Tuberkulose starb. Seine Mutter verpachtet das Gut Dorow und zog mit ihren drei kleinen Kindern der Schule wegen zunächst nach Treptow an der Rega, dann nach Frankfurt/Oder. Anschließend besuchte Karl die Klosterschule in Ilfeld bis zum Abitur. Danach studierte er Rechtswissenschaften, wurde Königl. Preußischer Regierungsreferendar und diente als Kavallerist bis zum Rittmeister der Reserve.

In der Erbauseinandersetzung zwischen den drei Brüdern trat Victor als Ältester das Gut Dorow an Karl ab. Dieser nahm 1892 das Gut aus der Pacht, um es selbst zu bewirtschaften. Zuvor, am 28.5.1890 hatte er in Trieglaff Elisabeth von Thadden (1860-1944) geheiratet.  Sechs Kinder wurden geboren:

1. Günther (1891-1918),
2. Anna Elisabeth (Annli, 1892-1973, verh. mit Busso v. Wedel),
3. Anna Marie (Amei, 1894-1935, verh. I. mit Henning v. Blanckenburg, II. mit Max Freiherrn v. Blittersdorf),
4. Anna Karola (Karla, 1896-1980, verh. mit Klaus v. Eickstedt),
5. Gisela (1898-1960, verh. mit Otto v. d. Linde),
6. Gunild (1904-1997, verh. mit Udo v. Alvensleben).

Im Alter von 51 Jahren starb er an einem Nierenleiden in Dorow und wurde auf dem Familienfriedhof im Park beigesetzt.

Literatur

Wilhelm Thedwig von Oertzen: Beitrag zur Geschichte des Hauses Brunn-Dorow. Oertzen-Blätter 14/1977, S. 54-59.

Karl von Oertzen als Schüler an der Klosterschule Ilfeld