Karl-Wilhelm v. Hülsen
geb. 27.7.1926 in Breslau, gest. 1.5.2013 in Bad Segeberg

Karl-Wilhelm v. Hülsen -  seit dem 28.3.1954 mit Giselhild v. Alvensleben (geb. am 29.7.1932 in Falkenberg) verheiratet – war der älteste Sohn des Generalmajors Heinrich-Hermann v. Hülsen (1895-1982) und seiner Frau Hildegard v. Schierstaedt (1900-1973). Er hatte noch fünf jüngere Geschwister. Mit vierzehn Jahren kam er auf die Klosterschule Roßleben, mußte seine Schulzeit jedoch vorzeitig beenden, um Soldat zu werden. Als Fahnenjunker geriet er in amerikanische Gefangenschaft. Nach seiner Entlassung begann er zunächst eine landwirtschaftliche Lehre in Gartow, denn er war als Erbe des großväterlichen Gutes Laesgen in Schlesien vorgesehen. Da die politische Entwicklung dem entgegen stand, machte er anschließend eine Ausbildung als Industriekaufmann und gelangte in leitende Positionen verschiedener Unternehmen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

1976 übernahm er eine neue Aufgabe als Leiter des Bugenhagen-Berufsbildungswerkes des Diakonischen Werkes der Nordelbischen Kirche in Timmendorfer Strand. Die Einrichtung dient der Ausbildung lernschwacher Jugendlicher, die im Laufe von drei Jahren unterschiedliche handwerkliche Berufe erlernen. Nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand 1991, arbeitete er noch zwei weitere Jahre für den Aufbau eines Berufsbildungswerkes in Greifswald. Neben seinem Beruf engagierte er sich in der Kirchengemeinde, war Vorsitzender des Kirchenvorstands, Rechtsritter des Johanniterordens und Vorsitzender des Hülsenschen Familienverbandes. Als Anerkennung für seine Arbeit erhielt er das Bundesverdienstkreuz, das Ansgarkreuz der Nordelbischen Kirche und andere Auszeichnungen.

Aus seiner Ehe mit Giselhild v. Alvensleben gingen sechs Kinder hervor, ferner siebzehn Enkel und drei Urenkel. Die Trauerfeier – gehalten von Pastor Matthias Hieber am 10.5.2013 in der Sankt Laurentius Kirche in Süsel – stand unter dem Bibelwort „Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade“ (Johannes 1, 16). Die Beisetzung erfolgte am 11.5.2013 auf dem Friedhof in Falkenberg, dem Geburtsort seiner Frau.