Geschichte des Betriebes

Gutshaus Falkenberg Parkseite 1902Das Gut Falkenberg wurde am 1.7.1894 von Joachim v. Al­vensleben (1856-1932), dem Urgroßvater des jetzigen Betriebsleiters über­nommen. Es hatte im 19. Jahrhundert - vermutlich aufgrund der schwierigen standörtlichen Verhältni­sse - mehr­fach den Besit­zer gewechselt. Der Betrieb umfasste damals ca. 350 ha LF und 500 ha Forsten. Die wirtschaftlichen Verhältnisse konnten durch den Bau einer Brennerei, über die der Roggen und die Kartoffeln verwer­tet wurden, verbessert werden. Die Brennerei war noch bis in die 50er Jahre im Betrieb und ist dann verfallen.

Das Gut wurde 1945 dem nachfolgenden Besitzer Udo v. A. (1895-1970) durch die so ge­nannte Bodenreform entschädi­gungslos enteignet und zum großen Teil aufgesiedelt. 1957 er­folgte die Gründung der ersten LPG  "Gute Hoffnung" Falkenberg - zunächst auf freiwil­liger Basis. Die Kollektivierung wurde wie überall in der DDR 1960 abge­schlossen. In den nächsten Schritten kam es zur Über­führung der LPG Typ I in Typ II (gemein­schaftl­iche Viehhaltung), zum Zusam­menschluss mit den Genossenschaften in Madlitz und Wil­mersdorf zur LPG "Fortschritt" Alt-Madlitz und zur Trennung in LPG Pflan­zenproduktion Briesen (ca. 7000 ha) und LPG Tierpro­duktion, deren Schwerpunkt in Alt-Madlitz lag und eine Milch­viehanlage mit 216 Stallplätzen in Falkenberg betrieb. Beide Genossen­schaften be­schlos­sen 1990 ihre Abwick­lung. Am 1.2.1991 kam es zur Wie­der­ein­rich­tung des Gutes Fal­kenberg auf Pachtbasis durch die Söhne des letzten Besit­zers Busso v. A. (1928-2009) und Reimar v. A. (*1940) und dessen Sohn Albrecht (*1968), der den Betrieb heute be­wirtschaf­tet. 1997 wurde die Milchv­iehhaltung aus­gegliedert.

1993 wurde ein ehema­liges Bau­ern­haus im Ort erworben und bezo­gen. Das Guts­haus aus dem 18. Jahr­hunde­rt wurde in den 50er Jahren in seinem alten Teil ab­geris­sen. Ein Anbau wurde umge­staltet und dient heute als Ge­meinde­haus. Ein Teil des ehem­alig­en Gutshofes musste Ende 1993 von der BVVG zurü­ck gekauft werden. 2003 wurde an der Eichenallee ein neues Forsthaus gebaut, das jetzt als Wohnsitz der Familie dient. Mehr über die Geschichte findet sich in der Falkenberger Chronik.

 Bilder vom abgerissenen Gutshaus

Alte Bilder vom Falkenberger Park

Weitere alte Bilder vom Falkenberger Gutshaus - innen und außen